Schindler @StendeThor
Ich bin ich, also echt. Deutschland Joined April 2016-
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Herr Merz. Und ich sage hier ganz bewusst Herr Merz und nicht Herr Bundeskanzler, weil Ihnen aus meiner Sicht noch immer das Format fehlt, das dieses Amt verlangt. Zur Sache. Ausgerechnet der Mann, der Grüne und Linke als „Spinner“ bezeichnete, beklagt sich heute darüber, dass diese Parteien seine Politik kritisieren und auch seinen persönlichen Stil infrage stellen. Dabei sollte Herr Merz eines nicht vergessen: Ohne die staatspolitische Verantwortung von Grünen und Linken wäre er nach seinem historischen Scheitern im ersten Wahlgang an diesem Tag nicht mehr zum Bundeskanzler gewählt worden. Grüne und Linke haben ihn nicht gewählt. Aber erst ihre Zustimmung zur notwendigen Verfahrensänderung ermöglichte überhaupt den zweiten Wahlgang noch am selben Tag. Und auch das Sondervermögen, mit dem seine Regierung heute arbeiten kann, wäre ohne die Unterstützung der Grünen nicht zustande gekommen. Trotzdem stellt Herr Merz Grüne und Linke beim politischen Umgangston in eine Reihe mit der AfD. Das ist nicht nur undankbar. Es ist politisch unanständig. Denn demokratische Parteien, die Verantwortung übernehmen, auch wenn sie einen Kandidaten politisch ablehnen, mit einer Partei auf eine Stufe zu stellen, deren Teile rechtsextrem, völkisch und demokratiefeindlich auftreten, verwischt bewusst entscheidende Unterschiede. Wenn ich mir dann die Umfragewerte von Herrn Merz und seiner Regierung ansehe, frage ich mich, auf welche Stufe er eigentlich die Wählerinnen und Wähler dieses Landes stellt. Denn Selbstkritik ist bei ihm kaum zu erkennen. Stattdessen sind die Menschen angeblich zu oft krank, arbeiten zu wenig, gehen zu früh in Rente und gefährden damit den Sozialstaat. Über seine Aussagen zu Migranten, zum Stadtbild, zu den „kleinen Paschas“ und zu angeblich weggenommenen Arztterminen muss man inzwischen kaum noch etwas sagen. Das Muster ist immer dasselbe. Herr Merz wird kritisiert und erklärt, warum die anderen falschliegen. Seine Regierung verliert Vertrauen und er spricht von einer allgemeinen Krise der Demokratie. Die Menschen lehnen seinen Kurs mehrheitlich ab und er beklagt, dass die Medien seine Unterstützer nicht genug zeigen. Ein Bundeskanzler sollte das Land zusammenführen, Kritik ernst nehmen und den eigenen Anteil am Vertrauensverlust hinterfragen. Herr Merz vermittelt dagegen immer stärker den Eindruck, dass nicht seine Politik das Problem sei, sondern alle, die sie nicht verstehen oder nicht gutheißen. Genau deshalb sage ich ganz bewusst: Herr Merz. Denn das Amt allein verleiht noch kein Format. x.com/ULTRAKAERL/sta…
Es ist wirklich unfassbar, und ein Schlag ins Kontor eines mE verfassungsmässig verankerten Informationsrechts der Gesellschaft. Was kommt als Nächstes? Ausschluss der Presse bei Pressekonferenzen? 🤡 @Greenpeace
Na, ihr Vernünftigen und ihr anderen auch. Volkswagen erklärt gerade, warum in Deutschland angeblich zu viele Menschen zu teuer Autos bauen. Das ist interessant. Denn ein Teil der fehlenden Auslastung ist nicht vom Himmel gefallen. Der Konzern hat sie selbst geschaffen. In Hannover lief jahrzehntelang der Transporter vom Band. Ein echtes Volumenmodell. Für Handwerker, Lieferdienste, Familien, Behörden und Camper. Dann wurde der neue Transporter im Rahmen der Ford-Kooperation in die Türkei verlagert. In Hannover blieb der ID. Buzz. Ein sympathischer Retro-Bulli für Menschen, die Elektromobilität mögen und beim Blick auf den Preis nicht sofort Kreislauf bekommen. Nur ist der ID. Buzz eben kein vollwertiger Ersatz für den alten Transporter. Nicht bei Preis, Variantenvielfalt und gewerblicher Nutzbarkeit. VW nimmt Hannover also das Volumenprodukt weg, stellt ein teures Nischenmodell hinein und beklagt danach mangelnde Auslastung. Das ist ungefähr so, als würde man einer Bäckerei das Brot wegnehmen, nur noch Hochzeitstorten verkaufen und anschließend feststellen, dass morgens weniger Kunden kommen. Weiter geht es mit dem ID. Polo. Ein kleineres, günstigeres Elektroauto. Genau das Modell, das Volkswagen jahrelang gefehlt hat. Ein Wagen für den Massenmarkt und nicht nur für Dienstwagenfahrer mit Ladesäule und Eigenheim. Gebaut wird er in Spanien. Natürlich. Deutsche Werke brauchen neue Modelle, erklärt der Konzern. Eines der wichtigsten künftigen Volumenmodelle gibt man trotzdem ins Ausland. Das nennt sich vermutlich moderne Produktionslogik. Für normale Menschen sieht es eher danach aus, als würde der Konzern seine eigenen Standorte gegeneinander ausspielen. Und dann Porsche. Der Cayenne wurde einst vollständig nach Bratislava verlagert, weil die Produktion dort günstiger war. Jetzt fehlt Leipzig die Auslastung und der Cayenne könnte zurückkommen. Allerdings nur, wenn die Beschäftigten auf Geld verzichten. Die Botschaft lautet also: Wir haben euch das Modell weggenommen. Deshalb fehlt euch Arbeit. Ihr könnt das Modell zurückbekommen, wenn ihr künftig billiger arbeitet. Man muss diese Form von Management erst einmal erfinden. Modelle werden verlagert, Werke verlieren Volumen, anschließend erklärt man den Beschäftigten, sie seien leider nicht wettbewerbsfähig. Und am Ende steht Oliver Blume da und rechnet vor, wie viele Arbeitsplätze noch verschwinden könnten, falls die Arbeitskosten nicht sinken. Die Rechnung ist betriebswirtschaftlich vielleicht sauber. Nur fehlt eine Zeile: Was kosten eigentlich jahrelange Fehlentscheidungen im Vorstand? Was kosten verpatzte Softwareprojekte, verschlafene Märkte, überteuerte Modelle, falsche Produktstrategien und das ständige Verschieben von Fertigung innerhalb des eigenen Konzerns? Die Beschäftigten in Hannover, Emden, Zwickau, Neckarsulm und Leipzig haben China nicht verschlafen. Sie haben keine Modelle in die Türkei, nach Spanien oder in die Slowakei verlagert. Sie haben den ID. Buzz nicht zu teuer gemacht. Aber sie sollen jetzt mit Lohn, Sicherheit und Arbeitsplätzen für Entscheidungen bezahlen, die andere getroffen haben. Volkswagen hat zweifellos echte Marktprobleme. Aber wer erst Volumen abzieht und danach Unterauslastung beklagt, sollte nicht so tun, als sei das alles höhere Gewalt. Das ist kein Schicksal. Das ist Konzernpolitik. n-tv.de/wirtschaft/VW-…
¡NORUEGA ENLOQUECIÓ! 🇳🇴 90 mil personas recibieron a su selección tras el Mundial. El príncipe de Noruega tocó el tambor y toda la ciudad hizo el “remo noruego”. IMPRESIONANTE
So langsam fällt wohl der Groschen. Liebe und nicht so liebe Leute, jahrelang wurde uns erzählt, die AfD sei vor allem eine Protestpartei. Jetzt könnte sie in Sachsen Anhalt tatsächlich regieren. Und plötzlich überlegen Bund, Länder und Behörden, wie man die Demokratie vor einer demokratisch gewählten Regierung schützt. Eigentlich erstaunlich. Denn die AfD hat nie verschwiegen, was sie vorhat. Sie will den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zurückdrängen, Demokratieförderung kürzen, Lehrpläne verändern, Hochschulen und Bildungspolitik umbauen und stärker auf nationale Identität setzen. Die Schulpflicht soll durch eine Bildungspflicht ersetzt werden. Gleichzeitig wird der Landesverband Sachsen Anhalt vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft. Das ist keine Kleinigkeit. Bildung ist Ländersache. Eine Landesregierung kann dort sehr viel verändern. Lehrpläne, Hochschulen, Fördergelder und Personalentscheidungen gehören zu ihren Zuständigkeiten. Wer bestimmt, was gelehrt wird, prägt auch das Weltbild der nächsten Generation. Besonders brisant wird es beim Verfassungsschutz. Ausgerechnet eine Partei, die selbst vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft wird, könnte künftig politischen Einfluss auf genau diese Behörde erhalten. Das ist ungefähr so, als würde man den Fuchs zum Leiter des Hühnerstalls machen und sich anschließend wundern, warum die Hühner nervös werden. Deshalb diskutieren Sicherheitsbehörden bereits darüber, sensible Informationen im Ernstfall zurückzuhalten oder den Informationsfluss einzuschränken. Allein dass solche Überlegungen überhaupt geführt werden, zeigt, wie außergewöhnlich die Situation wäre. Natürlich spricht die AfD sofort von Sabotage. Das ist politisch ausgesprochen praktisch. Gewinnt sie, war es der Wille des Volkes. Stoppen Gerichte ihre Pläne, ist es das System. Greift der Rechtsstaat ein, ist es politische Verfolgung. Verlassen Unternehmen oder Wissenschaftler das Land, war selbstverständlich auch das wieder jemand anderes. So trägt man Verantwortung, ohne jemals Verantwortung übernehmen zu müssen. Auch beim MDR wird gerne so getan, als könne man ihn mit einem Federstrich abschaffen. Tatsächlich könnte eine Landesregierung zwar Verträge kündigen und jahrelange Rechtsstreitigkeiten auslösen. Den öffentlich-rechtlichen Rundfunk einfach abschalten kann sie aber nicht. Nein, Sachsen Anhalt könnte Deutschland auch nicht einfach lahmlegen. Vier Bundesratsstimmen reichen dafür nicht. Aber genau das ist der Punkt. Demokratien sterben selten mit einem großen Knall. Sie verändern sich Stück für Stück. Ein Lehrplan hier. Eine Behörde dort. Ein ausgetauschter Behördenleiter. Eine gestrichene Förderung. Ein geschwächter Rundfunk. Ein bisschen mehr Druck auf Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Alles für sich genommen überschaubar. Zusammen ergibt es ein Land, das mit dem ursprünglichen Verständnis einer liberalen Demokratie immer weniger gemeinsam hat. Und vielleicht fällt jetzt auch den demokratischen Parteien auf, dass man die AfD nicht kleiner macht, indem man ihre Sprache übernimmt und ihre Themen kopiert. Wer jahrelang erzählt hat, die öffentlich-rechtlichen Medien seien das Problem, Klimapolitik sei nur Ideologie oder Gerichte würden ständig gegen den Willen der Bevölkerung arbeiten, der darf sich nicht wundern, wenn viele Wähler irgendwann lieber das Original als die Kopie wählen. Die AfD sagt inzwischen ziemlich offen, wie sie Deutschland verändern möchte. Vielleicht sollte man ihr diesmal einfach glauben. Aber keine Sorge. Sollte es tatsächlich so kommen, werden hinterher wieder erstaunlich viele behaupten, das habe wirklich niemand kommen sehen. n-tv.de/politik/Was-di…
Schwarz-Rot könnte sich bei der Gesundheitsreform genau da verzockt haben, wo Merz eigentlich Stärke zeigen wollte. Schnell noch vor der Sommerpause durchdrücken, obwohl Milliarden fehlen, Lesungen verschoben werden und die Länder schon bremsen. Das ist kein Reformtempo. Das ist Hektik mit Kanzleretikett. n-tv.de/politik/politi…
‼️Breaking‼️ Diese Gesetzesänderung bedeutet das Aus für bezahlbare Psychotherapie! Die CDU will über die Hintertüre den gesetzlichen Schutz für ein Mindesthonorar abschaffen! Dabei macht die Psychotherapie nur 1% der GKV Ausgaben aus. Das dürfen wir nicht zulassen. Bitte unterzeichnet die Petition im Link! 🫵🙏🥺 psychotherapieverbund.de/todesstoss
*Handy klingelt "Moin Maxi, bist du im Betrieb?" Ich: "Nein, ich hab..." Er: "Dann bist du in der Halle, sehr gut! Ich hab ein Problem mit meinem BMW, der springt nicht..." Ich: "Alter! Ich hab Urlaub, ich bin..." Er: "Zuhause, sehr gut, dann schlepp ich den gleich..." Ich: "NICHT zu mir, läufst du auf allen Pötten? Ich HAB URLAUB!" Er: "Oh...okay...aber..." Ich: "Kein ABER und außerdem..." *meine Frau nimmt mir das Handy aus der Hand "Und außerdem schneid ich zuerst dich und danach deine Dreckskarre in Scheiben, wenn du hier auftauchen solltest! MAXI HAT URLAUB! PUNKT!" *Legt auf Ich weiß schon warum ich diese Frau, mit dem Temperament eines brennenden Benzinkanisters, vor vielen Jahren geheiratet habe und jeden Tag aufs Neue von ganzem Herzen immer mehr liebe❤️
Das heute-journal-Interview mit @Alice_Weidel war interessant, weil man dort wieder die AfD-Mechanik in Reinform sehen konnte. Frage nach Chrupallas schwachem Ergebnis? Antwort: gutes Tableau. Nach Sellner-Kontakten trotz Parteiführung? Antwort: Framing. Frage nach Stefan Möller, Höckes engem Mann im Bundesvorstand? Antwort: guter Jurist. Und Frage nach dem Thüringer Weg? Antwort: Wir werden regieren. Das ist Flucht nach vorn. Weidel macht aus jeder Kontrollfrage einen Angriff auf die Fragestellerin. Nicht, weil die Fragen irrelevant wären. Sondern weil sie genau treffen. Denn Erfurt zeigt nicht nur Geschlossenheit. #Erfurt zeigt auch eine Machtverschiebung. Chrupalla verliert. Weidel weicht aus. Höckes Umfeld rückt vor. Und sobald man das anspricht, soll plötzlich nicht mehr über die #AfD gesprochen werden, sondern über das ZDF. Nicht erklären, was passiert. Sondern empört bestreiten, dass man danach fragen darf.
Das Sommerinterview mit Lars Klingbeil war leider ziemlich lehrreich. Nicht, weil man danach wusste, wofür die SPD steht. Eher, weil man langsam ahnt, woran sie gerade erstickt. Klingbeil erklärte die neuen Pläne zur Krankschreibung als Kompromiss. Die Union wollte Karenztage. Also Krankheit ohne Lohnfortzahlung. Das hat die SPD verhindert. Gut so. Wirklich. Nur bleibt am Ende trotzdem übrig: AU ab dem ersten Krankheitstag. Telefonische Krankschreibung soll weg. Gewerkschaften und Ärzte sind sauer. Beschäftigte stehen mal wieder unter Generalverdacht. Aber keine Sorge, sagt Klingbeil sinngemäß, niemand müsse sich krank zum Arzt schleppen. Aha. Man braucht also eine Bescheinigung ab Tag eins, soll sich aber nicht zum Arzt schleppen müssen, während die telefonische Krankschreibung abgeschafft werden soll. Das ist keine Reform. Das ist Bürokratie-Yoga für Fortgeschrittene. Besonders hübsch wird es beim Faktencheck. Die telefonische Krankschreibung ist laut Tagesschau nicht der Grund für den Anstieg der Krankheitszahlen. Ihr Anteil liegt bei gerade einmal 0,8 bis 1,2 Prozent. Ein großer Teil des Anstiegs der gemeldeten Krankheitstage hängt außerdem mit der elektronischen AU zusammen, weil Krankmeldungen seit 2022 vollständiger erfasst werden. Also bekämpft man ein Symbolproblem. Natürlich bei Arbeitnehmern. Wo auch sonst. Dann die „Superreichensteuer“. Klingt schön nach SPD. Nach Gerechtigkeit. Nach roter Fahne im Wind. Nach Arbeiterlied mit Steuerbescheid. Nur sagt der Faktencheck ziemlich trocken: Eine Superreichensteuer ist gar nicht geplant. Geplant ist eine höhere Besteuerung sehr hoher Einkommen. Ab 250.000 Euro zu versteuerndem Einkommen 45 Prozent, ab 280.000 Euro 47 Prozent. Das kann man machen. Aber Superreiche sind nicht einfach Menschen mit hohem Jahreseinkommen. Superreiche sitzen auf Vermögen. Auf Erbschaften. Auf Kapital. Auf Strukturen, die von Arbeitseinkommen so weit entfernt sind wie Friedrich Merz vom Wartezimmer einer überfüllten Hausarztpraxis. Und genau da passiert wieder: erstaunlich wenig. Richtig finster wird es beim Informationsfreiheitsgesetz. Klingbeil beruhigt: NGOs und Journalisten sollen weiter arbeiten können. Der Faktencheck sagt: Moment mal. Im Reformpapier steht, Auskunftsrechte sollen künftig auf natürliche Personen mit berechtigtem Interesse fokussiert werden. NGOs sind aber keine natürlichen Personen. Also während man unten Arbeitnehmer genauer kontrollieren möchte, wird oben Transparenz offenbar etwas schmaler geschnitten. Satire schreibt sich manchmal nicht. Sie bekommt einfach ein Regierungsprogramm. Und das ist das eigentliche Problem der SPD. Sie verhindert Schlimmeres und verkauft den Rest als Fortschritt. Sie bremst die Union ein bisschen und nennt es sozialdemokratische Handschrift. Sie übernimmt die Verteidigung eines Pakets, bei dem Gewerkschaften vor Angriffen auf Beschäftigtenrechte warnen. Und dann wundert man sich, warum die Partei bei 12 Prozent herumkrebst. Vielleicht liegt es nicht daran, dass die Menschen Reformen nicht verstehen. Vielleicht verstehen sie sie inzwischen zu gut. Vielleicht merken sie, dass da eine Partei sitzt, die historisch für Arbeit, Sozialstaat, Aufstieg und Würde stand, aber aktuell viel zu oft klingt wie die freundliche Pressestelle einer CDU, die „mehr Kapitalismus wagen“ für einen Therapieansatz hält. Die SPD muss nicht grüner werden. Sie muss nicht linker klingen. Sie muss wieder sozialdemokratisch handeln. Nicht Arbeitnehmer verdächtigen. Nicht Kranke schikanieren. Nicht Transparenzrechte ausdünnen. Nicht hohe Einkommen mit Superreichen verwechseln. Nicht jedes rote Pflaster auf schwarze Politik kleben und hoffen, dass niemand die Farbe darunter sieht. Denn irgendwann fragt man sich nicht mehr, ob die SPD noch gebraucht wird. Irgendwann fragt man sich nur noch: Merkt sie eigentlich selbst, dass sie gerade dabei ist, sich überflüssig zu erklären?
Kleiner Gedanke. Deutschland hatte einmal eine starke Unterhaltungselektronik. Grundig. Telefunken. Saba. Nordmende. Dual. Braun. Blaupunkt. Das waren nicht nur Namen. Das waren Werke. Ingenieure. Forschung. Standards. Arbeitsplätze. Industrie. Dann kamen die Japaner. Und natürlich sagte man hier zuerst: Die sind nur billig. Die kopieren nur. Die werden nie unsere Qualität erreichen. Klang bestimmt beruhigend. Nur leider bauten sie irgendwann Geräte, die nicht nur günstiger waren, sondern auch besser, moderner, zuverlässiger und massentauglicher. Und was machte Deutschland? Das, was Deutschland in solchen Momenten gerne macht. Man erklärte sich selbst zum Opfer unfairer Konkurrenz. Man redete über Kosten. Über Löhne. Über den Standort. Über Subventionen. Über alles. Nur nicht über die eigene Selbstzufriedenheit. Am Ende blieben viele Markennamen. Aber die Industrie dahinter verschwand. Heute stehen wir wieder an so einem Punkt. Diesmal heißt es nicht Fernseher, Radio, Videorekorder oder HiFi-Anlage. Diesmal heißt es Auto. Deutschland hat sich jahrelang im Exporterfolg gesonnt. China war Werkbank. China war Absatzmarkt. China war Gewinnmaschine. Vor allem für die deutschen Premiumhersteller. Man verdiente gut. Die Manager verdienten sehr gut. Die Aktionäre auch. Die Beschäftigten bekamen ihren Anteil, völlig legitim. Wer gut arbeitet, soll auch gut verdienen. Nur während man sich hier im Exportweltmeister-Sessel zurücklehnte, machte China etwas Unangenehmes. China lernte. Nicht ein bisschen. Nicht nebenbei. Sondern strategisch. Man schaute sich an, was die Deutschen gut können. Verbrenner? Komplexe Motoren? Diesel? Getriebe? Jahrzehnte Erfahrung? Dann machen wir eben nicht dort den Hauptangriff. Wir bauen Elektro. Wir bauen Akkus. Wir bauen Software. Wir bauen Plattformen. Wir bauen Lieferketten. Wir bauen Skalierung. Und plötzlich ist China nicht mehr nur Werkbank. China ist Konkurrent. Nicht irgendwann. Jetzt. Und wieder hören wir die alten deutschen Geräusche. Die sind nur subventioniert. Die sind nur billig. Das ist unfair. Der Standort ist zu teuer. Die Löhne sind zu hoch. Die Arbeitszeit muss rauf. Die Kosten müssen runter. Komisch. Wenn Gewinne fließen, ist es Managementkunst. Wenn das Geschäftsmodell wackelt, ist es plötzlich der Arbeiter am Band. Natürlich hat Deutschland hohe Kosten. Natürlich sind Löhne, Energie, Bürokratie und Sozialbeiträge ein Thema. Aber sie erklären nicht alles. Sie erklären nicht, warum man Software verschlafen hat. Sie erklären nicht, warum man Batterien zu lange anderen überlassen hat. Sie erklären nicht, warum man den günstigen Massenmarkt immer weiter aufgegeben hat. Sie erklären nicht, warum man glaubte, China kauft ewig deutsche Premiumträume. Genau da liegt der Fehler. Industrie überlebt nicht nur mit Luxus. Industrie braucht Masse. Skalierung. Zulieferer. Facharbeiter. Binnenmarkt. Bezahlbare Produkte. Technologie, die nicht nur im Prospekt glänzt, sondern im Alltag funktioniert. Wer nur noch Premium kann und Brot-und-Butter-Produkte verachtet, wird irgendwann selbst zur Nische. Und dann passiert das, was schon einmal passiert ist. Erst verschwinden die einfachen Modelle. Dann die Werke. Dann die Zulieferer. Dann die Fähigkeiten. Dann die Arbeitsplätze. Und am Ende bleibt der Markenname. Schön poliert. Historisch wertvoll. Vielleicht noch als Logo irgendwo drauf. Nur gebaut wird woanders. Die entscheidende Frage ist nicht, ob Deutschland noch Premium kann. Die Frage ist: Kann Deutschland noch Industrie für normale Menschen? Kann Deutschland noch bezahlbare Autos bauen? Bezahlbare Technik? Bezahlbare Energiewende? Bezahlbare Zukunft? Oder erklären wir wieder so lange, warum die anderen unfair sind, bis sie den Markt übernommen haben? Die Unterhaltungselektronik war die Warnung. Die Autoindustrie ist der Test. Und diesmal sollte Deutschland besser nicht wieder erst aufwachen, wenn nur noch die Marke übrig ist.
ℹ️ Gaza und Libanon: Die Unterlassung der Medien Aufgrund einiger aktueller Diskussionen auf meinem X-Profil möchte ich das Problem der Medien im Bezug auf Palästina bzw. den islamistischen Terrorismus nochmal für Laien erklären. „Journalist“ ist in Deutschland kein geschützter Begriff. Ein Journalist ist jeder, der Informationen aufbereitet, veröffentlicht und das nicht nur hobbymäßig betreibt. Ob jemand wirklich Journalist ist, findet eine Redaktion beispielsweise dadurch heraus, dass er Mitglied in einem Verband ist, er sich öffentlich so präsentiert (LinkedIn o.ä.) oder ob, was und wo er bereits veröffentlicht hat. Ein Journalist sollte bestimmten Standards genügen, beispielsweise indem er Informationen neutral darstellt (nicht indem er ohne Meinung ist!) oder indem er selber möglichst unbeeinflusst arbeitet. Das ist auch die Erwartungshaltung an den Journalisten in unserer Gesellschaft. Die öffentliche Vorstellung davon, was ein Journalist ist, ist aber falsch. Im größten Verband DJV können beispielsweise auch Ton-Ingenieure Mitglied werden. Und in einem Krieg kann natürlich jeder Bilder – heutzutage mit seinem Handy – machen und sie als „Foto-Journalist“ über Stock-Datenbanken verkaufen. Die Lobby der Medien möchte aber dieses Bild des Journalisten in der Öffentlichkeit hochhalten. Wogegen ja nichts zu sagen ist. Es ist halt nur nicht unbedingt zutreffend. Das tut sie u.a. auch dadurch, dass beispielsweise auch freie Zubringer als „unsere Mitarbeiter“ bezeichnet werden. Oder indem Lobby-Verbände gerne von „getöteten Journalisten“ sprechen, ohne überhaupt zu wissen, ob diese Getöteten tatsächlich Journalisten nach unserem Verständnis waren. Es gibt also automatisch eine Diskrepanz zwischen der Erwartungshaltung unserer Gesellschaft und der Realität. Vor dem Krieg gab es im Gazastreifen 12 Hochschulen. Was sehr viel ist für die Bevölkerung und den gesellschaftlichen Stand, da sie häufig durch das Ausland finanziert wurden. Alle diese Hochschulen wurden offiziell durch die Hamas geleitet. Die Hamas entschied auch darüber, wer einen Studienplatz erhält und wer nicht. Was vor dem Hintergrund von einer Arbeitslosigkeit von über 45% nochmal eine ganz andere Dimension bekommt. ❗️ An fünf dieser zwölf Hochschulen wurden Ausbildungen im Bereich Journalismus und Medien angeboten. Das bedeutet nichts anderes, als dass die Hamas sich seit 20 Jahren einen Stab für Public Relations heranzüchten konnte. Denn alle diese Menschen mussten sich mindestens gut mit der Hamas stellen. Und ihnen wird auf die Finger geschaut. Es gibt inzwischen viele Beispiele davon, was mit Menschen passierte, die etwas Unliebsames veröffentlichten. Die unwillkürliche Reaktion vieler im „Westen“, Israel solle freie Journalisten in den Gazastreifen lassen, ist noch naiver. Auch, oder gerade, weil viele Lobby-Verbände der Medien das ja immer wieder eigennützig als Aufhänger verwenden. Nicht nur, weil keine Streitkraft weltweit seit dem Vietnamkrieg Journalisten frei an einer Front herumlaufen lässt. Und der Gazastreifen ist genau das. Sondern weil dadurch so getan wird, als könnten westliche, wirklich freie Journalisten (nach unserem Verständnis) sich wirklich frei im Gazastreifen bewegen. Wenn Israel sie nur ließe. Das hätten sie nicht nur bis zum Mai 2024 tun können. Denn erst dann hat Israel den Grenzübergang nach Ägypten besetzt. Der ja auch gerne ignoriert wird. Auch vor dem Krieg mussten Journalisten zunächst bei einem Vertreter der Hamas in Ost-Jerusalem abknien. Und dann durften sie in Begleitung aus dem Gazastreifen berichten. Das haben mir inzwischen mehrere Journalisten in persönlichen Gesprächen auch genau so bestätigt. Damit die „westlichen“ Medien also überhaupt etwas berichten können – denn militärische oder nachrichtendienstliche Kompetenzen haben sie nicht – müssen sie zwangsläufig Informationen und Bilder oder Videos aus dem Gazastreifen kaufen. Da sie dann zumeist von „unseren Mitarbeitern“ sprechen oder beispielsweise Video-Sequenzen oder gar Interviews nicht kenntlich machen, entsteht der Eindruck, sie seien vor Ort. Sie würden – nach unserem Verständnis – frei berichten. 🔴 Und das ist der Kritikpunkt. Darum geht es. Ich selber habe bereits viele Medienberichte auseinanderklamüsert. Von Video-Interviews bis hin zur altehrwürdigen Tagesschau. Nur um drei Beispiele zu nennen: ▶️ Der „Fotojournalist“ Hassan Esliah verkaufte nicht nur Bilder vom 10/7 an der Grenze zu Israel u.a. an die New York Times, CNN und die große Nachrichtenagentur AP. Die zeigten, dass er ganz vorne mit dabei war. Später tauchten auch Bilder von ihm auf, die ihn mit Yayha Sinwar und mit Ismail Haniyya auf, den Führern und den Architekten des 10/7. ▶️ Die BBC zeigt Videos mit dem Kinderarzt Hussam Abu Safiya, um die Lage in den Krankenhäusern zu zeigen. Diese konnten unmöglich von einem festen, westlichen Mitarbeiter der BBC stammen. Später tauchten dann Bilder auf, die Safiya in der Uniform eines Oberstleutnants der Hamas zeigten. ▶️ Die „Palestine Media Production“ war „langjähriger Partner des ZDF“. Als einer „Ihrer“ Mitarbeiter durch einen Luftschlag getötet wurde, lies die ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten sich zitieren, solche Angriffe seien nicht hinnehmbar. Erst in einer späteren Pressemitteilung, die kaum zur Kenntnis genommen wurde, musste das ZDF einräumen, dass der getötete „Übertragungstechniker“ tatsächlich Mitglied der Hamas war. Ich könnte hier reihenweise Links meiner eigenen Arbeit einstellen, in denen ich solche Fälle aufgearbeitet habe. Die Reaktion der Medien, vor allem – aber nicht ausschließlich – des ÖRR dazu: Schweigen. Natürlich nicht Reaktion auf mich. Sondern auf die Recherche von vielen Journalisten und OSINT-Leuten weltweit. Doch da diese häufig keine Lobby oder Reichweite haben, bekommt die Öffentlichkeit wenig mit, dass Journalisten diesen Journalismus kritisieren. Eine Branche gerät in Verruf und die, die dagegen protestieren, haben keine Stimme. Man braucht dazu keine Nachrichtendienste, um so etwas prüfen zu können. Die Medien müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie es einfach gar nicht prüfen. Häufig würde schon ein Blick auf die Social Media Profile der Menschen reichen. Es wird ganz einfach unterlassen. Oder sogar wissentlich akzeptiert. Das kann mehrere Gründe haben und ist meiner Meinung nach systemisch. Beispielsweise weil Menschen in den Redaktionen einen Bias haben und eher wohlwollend auf den Gazastreifen blicken. Beispielsweise weil sie sonst nichts zu berichten hätten. Beispielsweise, weil sie bei OSINT-Leuten Kontakthemmungen haben. Beispielsweise weil sie versuchen, das oben erklärte Bild von Journalismus durchzuhalten. Und darum geht es. Um tatsächliche Transparenz. _____________ Die Diskussion entstand diesmal durch einen von mir reposteten Kommentar von Wolfang Tietze. Der liebe Herr Tietze ist ehemaliger Journalist (u.a. Spiegel), inzwischen Rentner, über 70 und recherchiert genau zu diesem Punkt gerade nebenbei. Noch detaillierter, als ich das als MilBlogger kann. Altes Handwerk, alte Schule. Ich habe auch heute länger mit ihm telefoniert und ihm sehr gerne Hilfe und Plattform angeboten. Da wird demnächst sicher etwas kommen.
Vielleicht ist diese Nationalmannschaft inzwischen wirklich der ehrlichste Spiegel dieses Landes. Eine Mannschaft mit Ansprüchen aus einer Zeit, die längst Geschichte ist. Und ein Land mit genau demselben Problem. Wir reden noch immer von Turniermannschaft, Exportweltmeister, Ingenieursnation, Effizienz und deutscher Verlässlichkeit. Als wären das Naturgesetze. Dabei sind es Erinnerungen. Schöne Erinnerungen vielleicht. Aber eben Erinnerungen. Auf dem Platz sieht man dann Spieler, Trainer und Konzepte, die so wirken, als würde der alte deutsche Nimbus noch irgendetwas entscheiden. Tut er aber nicht. Der Gegner interessiert sich nicht für 2014. Die Weltwirtschaft interessiert sich nicht für alte Exportrekorde. Die Zukunft interessiert sich nicht dafür, dass früher mal alles besser geplant war. Und genau deshalb schlägt die Realität inzwischen so hart zu. Weil sie uns nicht an dem misst, was wir einmal waren. Sondern an dem, was wir heute sind. Ein Land, das im Gestern lebt, weil es dort erfolgreich war. Das Heute scheut, weil es unbequem ist. Und die Zukunft ausgerechnet dort sucht, wo sie ganz sicher nicht liegt: in der Vergangenheit. Vielleicht war dieses Ausscheiden deshalb mehr als Fußball. Vielleicht war es Deutschland in 120 Minuten. Viel Anspruch. Viel Geschichte. Viel Selbstbild. Und am Ende steht die Realität am Punkt. Und schießt uns raus. Gehabt euch wohl.
— Não concordo com a homossexualidade. — Mas você é gay??? — Não. — Então o que você tem a ver com a sexualidade dos outros??? — É que não é natural!!! — Hum... Você é Biólogo??? — Não. — Então você é Antropólogo??? — Também não!!! — Astrólogo??? — Não!!! — Então o que você tem a ver com a sexualidade dos outros??? — É que Jesus disse que é uma aberração!!! — Na verdade, não disse não, nem uma única palavra a respeito!!! — Não. Mas tá escrito na Bíblia. — Tá sim, principalmente lá no Velho Testamento, que também proíbe comer porco e camarão, sentar em uma cadeira que foi usada por uma mulher menstruada, acender a luz no sábado. Você evita tudo isso??? — Não. — Então o que você tem a ver com a sexualidade dos outros??? — EU NÃO GOSTO!!! — Ah, então o problema não é a natureza das coisas, nem os astros, nem a descendência, nem a suposta "opinião" de Jesus... O problema é que você não gosta, certo??? — É!!! Não gosto!!! — MAS ENTÃO, MEU ANJO, O QUE VOCÊ TEM A VER COM A SEXUALIDADE DOS OUTROS??? Autor desconhecido (Já publiquei esse diálogo outras vezes aqui, mas quis publicá-lo novamente hoje).
In Venezuela bebt die Erde und keine 48 Stunden später sind Helfer des #THW vor Ort, um zu helfen. Eingeflogen von der #Bundesluftwaffe. Darauf kann man stolz sein. Danke! 🙏🏻
Bei einem Verbot der AfD geht es nicht um das Verbot von Opposition. Es geht um das Verbot von Extremisten, die unser Land systematisch destabilisieren. Es geht um das Verbot einer Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, politische Gegner strafrechtlich zu verfolgen und einzuschüchtern. Es geht um das Verbot einer menschenfeindlichen Organisation, die nahezu die Hälfte der in Deutschland lebenden Menschen – Deutsche mit Migrationshintergrund, Muslime, Schutzsuchende, Queer- und Trans-Personen, Behinderte und andere – ausgrenzt und abwertet. Es geht um das Verbot von Extremisten, die mit manipulativen Botschaften in sozialen Medien und dem systematischen Abfischen von Menschen mit geringer Medienkompetenz aktiv destabilisieren. Eine solche Organisation ist nicht "die Opposition", sondern klar und deutlich "der Feind" und sollte von jedem aufrechten Deutschen, dem dieses Land und seine Errungenschaften am Herzen liegen, genau so behandelt werden.
Das Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte zeigt klar und fundiert: Die AfD ist nachweislich verfassungswidrig. Wir sollten jetzt ein Prüfverfahren für ein Verbot dieser rechtsextremen Partei beim Bundesverfassungsgericht auf den Weg bringen.
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5K Followers 3K Following “Ich bin der Geist der stets verneint! Und das mit Recht; denn alles was entsteht ist werth daß es zu Grunde geht; Drum besser wär's daß nichts entstünde.“
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The Pink Goddess @ValkaXO
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